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Karpathos
 Verkehr und Wandern (travel, roads and walking)


Anreise, Verkehrsverbindungen und Wanderwege

 

Karpathos airportAm bequemsten gelangt man nach Kárpathos mit einer Chartergesellschaft. In der Saison (Mai-Oktober) fliegen LTU und andere Gesellschaften von Amsterdam, Köln und München jeweils einmal wöchentlich. Genaueres erfährt man im Reisebüro. Darüber hinaus gehen Inlandsflüge mit Olympic Airways von Athen oder Rhodos nach Karpathos und Kássos.

Selbstverständlich kann man auch auf eigene Faust ein Zimmer buchen. Beim Gradus tourist guide of Greece findet man Adressen und Telefonnummern von Reisebüros auf Karpathos und eine umfangreiche Liste von Hotels aller Kategorien.

Wie fast überall in Griechenland sind Mietautos verhältnismäßig teuer (ab ca. DM 100,-/Tag). Andererseits lernt man die Insel unmotorisiert nur schwer kennen. Zweiräder aller ccm-Klassen sind eine günstige Alternative. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse, dem teilweise miserablen Zustand der Gefährte und fehlender Schutzkleidung sollte man allerdings äußerst vorsichtig fahren. Es vergeht keine Saison, in der nicht zahlreiche Tourist(inn)en mit Schürfwunden, Brüchen oder gar Kopfverletzungen den vorzeitigen Heimflug antreten müssen. Selbst den Einheimischen, meist geübten Motorradfahrern, passieren hin und wieder schwere Unfälle. Alternative für Sportliche: Fahrräder und Mountainbikes bekommt man in Pigádia (Kárpathos Stadt).

Die Straßenverhältnisse bessern sich langsam von Jahr zu Jahr. Entlang der Westküste wurde in nördlicher Richtung bereits bis Lefkós asphaltiert; von Diafáni nach 'Olympos liegt ebenfalls eine feste Straßendecke, der man im Frühjahr die heftigen Regenfälle des Winters manchmal deutlich ansieht. Im Gegensatz dazu ist die Ostseite von Apéri bis Spóa ziemlich stiefmütterlich gepflastert. Die wildromantische, zerklüftete Felslandschaft, von der man auf einsame Sandstrände, wie Apélla, hinabsieht, entschädigt jedoch für das holprige Fortkommen. Mit dem Pkw oder Motorrad unbefestigte Wege zu den Stränden hinunterzufahren, setzt solide Fahrkünste voraus.

Ein griechischer Witz über Ioánnis, den Busfahrer, erzählt folgendes: "Nachdem Ioánnis gestorben ist, steht er an der Himmelstür und bittet um Einlaß. Petrus will wissen, was Ioánnis denn so auf Erden geleistet habe. 'Ich habe die Menschen von Diafáni nach 'Olympos - und wieder zurück - gefahren.' Als Petrus das hört, darf Ioánnis in den Himmel eintreten. Kurz darauf klopft ein verstorbener Papas bei Petrus an. Er wird ebenfalls nach seinen irdischen Taten befragt. 'Ich habe zu meinen Lebzeiten nur für Gott gelebt. Ich habe gebetet und in der Kirche gepredigt. Laß mich jetzt bitte ein!' Doch Petrus versperrt ihm den Weg: 'Nein, dich kann ich nicht hereinlassen!' Der Pope ist empört: 'Warum darf ich als gottesfürchtiger Mann nicht eintreten, während Ioánnis, der nur ein einfacher Busfahrer war, in den Himmel kommt?' 'Ja, siehst du, mein Sohn', antwortet Petrus, 'wenn du in der Kirche gepredigt hast, sind die Menschen eingeschlafen!' Aber wenn Ioánnis die Touristen nach Olympos gefahren hat, fingen sie an zu beten.'" (nach: Wolters: Reisetagebuch, unveröffentlicht).

Fähren gehen von Pigádia nach Kássos/Kréta, Rhódos/Piraeus und anderen Inseln zwei- bis dreimal wöchentlich. Darüber hinaus fahren täglich Ausflugsboote, sogenannte Kaíkis, zu den Stränden von Kíra Panagiá, Acháta und Apella, sowie nach Diafáni, wo die Straße zum Bergdorf 'Olympos führt. Reservierungen nimmt man in einem der Reisebüros an der Hafenpromenade vor (Possi Travel, Olympos Travel). Von den verschiedenen Reisegesellschaften werden Tagesausflüge angeboten, wie zum Beispiel eine Dörfertour und natürlich der obligatorische Besuch in 'Olympos, inklusive einer kleinen Schiffstour entlang den Buchten und Stränden der Ostküste.

Wandern auf Karpathos / Link for Walks

Bild: Wandern auf wilden Wegen Für die Wanderleidenschaft haben die meisten Griechen nur ein mitleidiges Lächeln übrig. Der Grieche geht nicht gern zu Fuß - verständlich - nähern sich die Mittagstemperaturen doch nicht selten der 40° C Marke. Aus diesem Grund liegen die einzigen Monate, in denen das Wandern lohnt, in der Vor- bzw. Nachsaison. Trotzdem gibt es auf Karpathos zahlreiche lohnende Wanderrouten. Wir werden nach und nach die schönsten vorstellen und würden uns natürlich auch über Beiträge anderer "Wandervögel" freuen. Viele Tips finden sich auch in den Reiseführern des Goldstadt- und Michael Müller Verlags. Das Bild zeigt einen Teil des (kaum noch gangbaren) Weges von Finíki zum Bergdorf Pilés. Die Felsbrocken wurden vor vielen Jahren von Schweizer Wandervereinen markiert.

Übrigens gibt es auch einen Weg von 'Adia hoch zum Westgipfel des Kalí Límni, meines Wissens noch in keinem Reiseführer beschrieben. Nikos, Besitzer des Pinetree Restaurant, erklärt ihn interessierten Wandervögeln gerne. Allerdings sollte man gute Kondition mitbringen. Der Aufstieg dauert mindestens 2-3 Stunden.

 

   

 

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Last update: 18.06.2000
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